Fotos: Symbolbilder
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Gelesen von Christiane Uhlenbrock, Autorin des Beitrags.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wer für Sie entscheidet, wenn Sie es selbst nicht mehr können? Viele Menschen schieben dieses Thema vor sich her – verständlich, denn niemand denkt gerne über Krankheit, Alter oder Unfälle nach. Doch genau deshalb ist es so wichtig, sich rechtzeitig damit zu beschäftigen. Mit einer Vorsorgevollmacht können Sie sicherstellen, dass im Ernstfall eine Person Ihres Vertrauens Ihre Angelegenheiten regelt – nach Ihren Wünschen und ohne komplizierte bürokratische Hürden.
Was ist eine Vorsorgevollmacht eigentlich?
Eine Vorsorgevollmacht ist ein Dokument, mit dem Sie eine oder mehrere Personen bestimmen, die in Ihrem Namen handeln dürfen, falls Sie selbst nicht mehr in der Lage dazu sind. Das kann beispielsweise nach einem Unfall, einer schweren Krankheit oder im hohen Alter der Fall sein.
Ohne eine Vorsorgevollmacht müssten Ihre Angehörigen erst beim Gericht eine Betreuung beantragen – ein oft langwieriger und belastender Prozess. Zudem entscheidet dann nicht automatisch Ihr Ehepartner oder Ihre Kinder für Sie, sondern eine vom Gericht bestimmte Person. Mit einer Vorsorgevollmacht können Sie das vermeiden.
Welche Bereiche deckt eine Vorsorgevollmacht ab?
Eine Vorsorgevollmacht kann individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten werden. In der Regel betrifft sie folgende Bereiche:
Sie entscheiden selbst, welche Bereiche die Vollmacht abdecken soll. Es ist möglich, mehrere Personen für unterschiedliche Aufgaben zu bevollmächtigen, etwa eine Person für finanzielle Angelegenheiten und eine andere für medizinische Entscheidungen.
„Das passiert mir schon nicht“ – oder doch?
Viele denken: „Mir wird schon nichts passieren.“ Doch das Leben ist unvorhersehbar. Ein Unfall, eine plötzliche Erkrankung oder altersbedingte Einschränkungen können jeden treffen – unabhängig vom Alter.
Ohne Vorsorgevollmacht kann es für Ihre Angehörigen schwierig werden, in Ihrem Sinne zu handeln. Sie müssten unter Umständen auf gerichtliche Entscheidungen warten oder sich mit komplizierter Bürokratie auseinandersetzen – in einer ohnehin emotional belastenden Situation. Mit einer Vorsorgevollmacht ersparen Sie Ihren Liebsten diesen zusätzlichen Stress.
Wen sollten Sie bevollmächtigen?
Diese Entscheidung sollte gut überlegt sein. Die Person, die Sie bevollmächtigen, sollte zuverlässig, vertrauenswürdig und in der Lage sein, Ihre Angelegenheiten verantwortungsvoll zu regeln. Häufig werden Ehepartner, erwachsene Kinder oder enge Freunde als Bevollmächtigte eingesetzt.
Es ist sinnvoll, im Vorfeld mit der Person oder den Personen zu sprechen, die Sie bevollmächtigen möchten. Klären Sie, ob sie bereit sind, diese Verantwortung zu übernehmen. Zudem können Sie festlegen, ob Ihre Bevollmächtigten unabhängig voneinander oder nur gemeinsam Entscheidungen treffen dürfen.
Wie setzen Sie eine Vorsorgevollmacht auf?
Der Prozess ist unkompliziert, aber es gibt einige Punkte zu beachten:
Fazit: Heute handeln für ein sicheres Morgen
Eine Vorsorgevollmacht ist keine Frage des Alters, sondern der Weitsicht. Sie gibt Ihnen die Sicherheit, dass im Ernstfall jemand für Sie da ist, der in Ihrem Sinne entscheidet. Gleichzeitig entlastet sie Ihre Angehörigen und verhindert komplizierte juristische Verfahren.
Warum also nicht gleich handeln? Ein Gespräch mit Ihren Liebsten und ein wenig Papierarbeit können viel bewirken – für Sie und Ihre Familie.
Haben Sie bereits eine Vorsorgevollmacht oder noch Fragen dazu?
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Die Vorsorgevollmacht und das zentrale Vorsorgeregister
11. März 2025, 17.00 Uhr
Schritt für Schritt zur eigenen Vorsorgevollmacht
18. März 2025, 17.00 Uhr
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